観劇レビュー&旅行記
【観劇レビュー&旅行記】を中心にFC2上で、私も思いを気の向くままに書いてゆきます。 政治・時事評論は 【JUNSKY blog 2016】 に引続き運用します。リンクの一番上に記載しています。


プロフィール

junsky07

Author:junsky07 私の旅行記や、オペラ・バレエ・ミュージカル・演劇等の観劇の感想などを気の向くままに書いてゆきます。



カレンダー

07 | 2017/08 | 09
- - 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 - -



現在日本時間



ブログ・ランキング

ブログランキング・にほんブログ村へ



FC2ブログランキング



最近の記事



FC2カウンター



ブログ内検索



アクセス・ランキング

にほんブログ村 クラシックブログ クラシック音楽鑑賞へ



アクセス・ランキング

にほんブログ村 演劇ブログ 演劇(観劇)へ



アクセス・ランキング

にほんブログ村 旅行ブログ ヨーロッパ旅行へ



カテゴリー



アクセス・ランキング

音楽ブログ

ランキング



最近のコメント



FC2ブログランキング

御訪問頂きありがとうございます

FC2ブログランキング

よろしければクリック御願いします



最近のトラックバック



リンク



天気予報


-天気予報コム- -FC2-



降水予報



FC2ブックマークに追加する

FC2ブックマークに追加



QRコード

QRコード



RSSフィード



月別アーカイブ



ブロとも申請フォーム

この人とブロともになる



全ての記事を表示する

全ての記事を表示する



古楽に精通 ニコラウス・アーノンクールさん(86)が引退を発表!
2015年12月8日

指揮者、アーノンクールさん引退 ホームページで明らかに
 西日本新聞 - 2015年12月07日00時35分

【ウィーン共同】
 世界的な指揮者で、ウィーン・フィルハーモニー管弦楽団の公演などで来日したこともあるニコラウス・アーノンクールさん(86)が6日までに引退を表明した。自身のホームページで明らかにした。
 アーノンクールさんはベルリンで生まれ、オーストリア南部グラーツで育った。ウィーン交響楽団のチェロ奏者として活躍した。
 ホームページでは「体力的な問題で今後の予定をキャンセルした」と引退の理由に言及。「舞台に立つ私たちと客席の皆さまの間で特別な深い関係が生まれ、一緒に幸せな発見をしてきた」と感謝の気持ちを表した。  


Nikolaus Harnoncourt

Nikolaus Harnoncourt zieht sich zurück
 05.12.2015 | 19:09 | Wilhelm Sinkovicz (Die Presse)
 

 Mit einem offenen Brief an sein Publikum verabschiedet sich der Dirigent von der Konzertbühne. Seine Kräfte lassen es nicht mehr zu, sich weiterhin der Belastung von Auftritten auszusetzen.

Die beiden Bach-Konzerte im Rahmen des Concentus-Musicus-Zyklus im Wiener Musikverein an diesem Wochenende wird Erwin Ortner dirigieren. Die Abonnenten wussten es. Nikolaus Harnoncourt ist erkrankt und musste die Auftritte absagen. Doch dem Programmheft lag das Faksimile eines handgeschriebenen Briefes bei, in dem Harnoncourt seinen treuen Hörern für ihre Abenteuerlust dankt („Wir sind eine glückliche Entdeckergemeinschaft geworden“) und bittet, dem Ensemble die Treue zu halten. Der Zyklus werde „in seinem Sinne weitergeführt“.

Er selbst werde nicht mehr an der Spitze des Concentus stehen: „Meine körperlichen Kräfte gebieten eine Absage meiner weiteren Pläne.“ Dass sich ein Künstler, der bei jedem Auftritt all seine Kraft und Energie zu bündeln verstand, solchen Belastungen nicht mehr aussetzen möchte, ist wohl auch dem engagiertesten Harnoncourt-Verehrer verständlich. 


Nikolaus-Harnoncourt_Message 2015Dec07
        自筆のメッセージのようですが、ちょっと力なく乱れている?

古楽演奏に定評、指揮者アーノンクール氏引退へ 
 読売新聞 - 2015年12月07日 10時25分
 

 【パリ=井口馨】古楽演奏に定評があり、世界的な指揮者として知られるニコラウス・アーノンクール氏(86)が5日、引退を表明した。

 AFP通信が6日、伝えた。

 アーノンクール氏は5日、ウィーン楽友協会で開催されたコンサートの聴衆に宛てた自筆の手紙で、「体力の限界を感じ、将来の計画を取りやめなければならない」などとしたためた。

 ベルリン出身。チェロ奏者としてウィーン交響楽団に入団し、同僚らと1953年に古楽器オーケストラを結成。「ウィーン・コンツェントゥス・ムジクス」として57年からコンサートを始め、バッハやモーツァルトの楽曲で評価を高めた。日本にも多くのファンがおり、2005年、「オリジナリティーに富む演奏家」として京都賞を受賞した。

2015年12月07日 10時25分 Copyright © The Yomiuri Shimbun



    ******************

【今日の運動】 
 今日の、スポーツクラブ 【ESTA】 での運動は無し!
 Esta 温泉とサウナ入浴 
 歩数計 : 僅かに 1300 歩



音楽ブログランキング


*******************************************
にほんブログ村 演劇ブログ 演劇(観劇)へ  (左のアイコンをクリックして
              もらえたら嬉しいです)
*******************************************


 

   
Nikolaus Harnoncourt zieht sich zurück
 05.12.2015 | 19:09 | Wilhelm Sinkovicz (Die Presse)
 

 Mit einem offenen Brief an sein Publikum verabschiedet sich der Dirigent von der Konzertbühne. Seine Kräfte lassen es nicht mehr zu, sich weiterhin der Belastung von Auftritten auszusetzen.

Die beiden Bach-Konzerte im Rahmen des Concentus-Musicus-Zyklus im Wiener Musikverein an diesem Wochenende wird Erwin Ortner dirigieren. Die Abonnenten wussten es. Nikolaus Harnoncourt ist erkrankt und musste die Auftritte absagen. Doch dem Programmheft lag das Faksimile eines handgeschriebenen Briefes bei, in dem Harnoncourt seinen treuen Hörern für ihre Abenteuerlust dankt („Wir sind eine glückliche Entdeckergemeinschaft geworden“) und bittet, dem Ensemble die Treue zu halten. Der Zyklus werde „in seinem Sinne weitergeführt“.

Er selbst werde nicht mehr an der Spitze des Concentus stehen: „Meine körperlichen Kräfte gebieten eine Absage meiner weiteren Pläne.“ Dass sich ein Künstler, der bei jedem Auftritt all seine Kraft und Energie zu bündeln verstand, solchen Belastungen nicht mehr aussetzen möchte, ist wohl auch dem engagiertesten Harnoncourt-Verehrer verständlich. 

Notorischer Widerspruchsgeist

Mit knappen, klaren Worten zog Nikolaus Harnoncourt am Vorabend seines 86. Geburtstags freilich den Schlussstrich unter eine Ära. Nicht nur für das Wiener Musikleben (300 Konzerte hat Harnoncourt allein im Musikverein dirigiert!). Sein Name gilt längst weltweit als Synonym für einen interpretatorischen Neuansatz, der die Hörgewohnheiten einer ganzen Generation von Musikfreunden entscheidend geprägt hat. Die Wiedereroberung eines jahrhundertelang verschütteten, prächtigen Repertoires und die Hinterfragung aller Hör- und Spielgewohnheiten bei Musik, die zum Dauerbestand der Programme in unseren Opern- und Konzerthäusern gehört, hat auch neue Zuhörerschichten auf die dieserart entstaubte sogenannte Klassik neugierig gemacht.

Die große Musik der Renaissance und des Barock rückte wieder ins Bewusstsein der Musikfreunde. Klassik, Romantik und die Musik der frühen Moderne, die man längst erobert und verstanden glaubte, erfuhren eine neue Beleuchtung, die zumindest dazu führte, dass Mozart-, Beethoven- oder Brahms-Interpreten sich gefallen lassen müssen, dass von einem wachen Publikum hinterfragt wird, was sie tun.

Harnoncourts Rückzug von den Podien lässt uns zurückschauen – und staunen über die Konsequenz der Karriere dieses notorischen Widerspruchsgeistes. Die Chronik des Wiener Konzerthauses weist den ersten Auftritt des Cellisten Harnoncourt kurz nach seinem 20. Geburtstag anlässlich eines Weihnachtskonzerts aus. Das Wiener Gambenquartett war schon gegründet: Harnoncourt, Eduard Melkus, Alfred Altenburger und, vom ersten Moment an unzertrennlich an der Seite ihres späteren Mannes, Alice Hoffelner.

Die Viola da Gamba war für Nikolaus Harnoncourt damals freilich noch Liebhaberei. Als Cellist verdiente er sich sein Brot bei den Wiener Symphonikern. Gern erzählt er, dass es Herbert von Karajan war, der ihn damals engagierte – notabene bereits, bevor beim Probespiel der erste Ton erklungen war. Der Maestro soll schon beim Auftritt des jungen Kandidaten gemurmelt haben: Den nehm' ich.

Der Gambist war bereits 1950 an einer Aufnahme der „Brandenburgischen Konzerte“ Johann Sebastian Bachs beteiligt, die für das Label Supraphon mit dem Chamber Orchestra of the Konzerthaus Society entstand. Die Website von Nikolaus Harnoncourt verrät mehr als ein halbes Jahrhundert später, dass es sich dabei um Mitglieder der Wiener Symphoniker gehandelt hat, denen sich der junge Gambist als Solist hinzugesellt hat.

Revolution der Hörgewohnheiten

Nikolaus Harnoncourt war auch mit von der Partie, als unter Jascha Horenstein 1954 (für VOX) die erste Aufnahme der „Brandenburgischen“ enstand, die deklariertermaßen „auf Originalinstrumenten“ musiziert wurde.

Auch zeitgenössische Komponisten waren in jener Zeit maßgeblich daran beteiligt, die Archive zu öffnen und halb oder ganz Vergessenes neu zu beleben. Paul Hindemith arrangierte Monteverdis „Orfeo“ und stellte ihn im Konzerthaus vor: Harnoncourt war mit seinen eingeschworenen Kollegen dabei, absolvierte mit ihnen dann ab 1957 im Palais Schwarzenberg, ab 1962 auch im Mozartsaal Konzerte unter dem Namen Concentus Musicus.

Dass die Revolution unserer Hörgewohnheiten zu diesem Zeitpunkt bereits in vollem Gang war, ahnte damals vielleicht nicht einmal der Spiritus rector, Harnoncourt selbst. Im Rückblick freilich lesen sich die Daten wie die Markierungspunkte eines unfehlbar ausgeklügelten strategischen Plans.

Der erste offizielle Auftritt im Musikverein war ein Festakt im Jahr 1968, bei dem barocke Untermalungsmusik gebraucht wurde. Und doch wirkt es in der Retrospektive wie ein programmatisches Signal, dass der Concentus damals als Einleitung die Toccata aus dem „Orfeo“ musizierte, danach noch Stücke von Heinrich Ignaz Franz Biber, Johann Joseph Fux und Georg Friedrich Händel?.?.?.
Es ist die Zeit der Schallplatte, der medialen Karrieren. Dank Harnoncourt kommt es zu einer gigantischen Aufforstung: Die prächtige Musik des deutschen, österreichischen und französischen Barocks, die polyphonen Meisterwerke der Renaissance – was bis dato in den Archiven schlummerte, wird plötzlich hörbar; und fördert die Lust der Musikfreunde, solche Klänge auch live erleben zu dürfen.

Vom Cello- ans Dirigentenpult

Editorischen Großtaten wie der Gesamtaufnahme sämtlicher Bach-Kantaten, die Harnoncourt im Verein mit Gustav Leonhardt nach der Unterzeichnung des Exklusivvertrags mit Teldec, 1971, zu realisieren beginnt, stehen die wachsenden Engagements Harnoncourts in den Konzertsälen und bald auch in Opernhäusern gegenüber.

1971 gibt es bei den Festwochen den ersten Originalklang-Musiktheaterversuch: Monteverdis „Il Ritorno d'Ulisse in Patria“ kommt – mit dem Concentus Musicus im Orchestergraben – heraus. Harnoncourt leitet noch vom Gamben-Pult aus. Doch im Jahr darauf präsentiert man diesen „Ulisse“ in Mailand: Und da steht der Maestro erstmals am Dirigentenpult.

Das erste Symphonieorchester, das ihn engagiert, ist das Amsterdamer Concertgebouw-Orchester, mit dem er 1980 dann auch im Wiener Konzerthaus gastiert. Und 1983 eine legendäre „Matthäuspassion“ realisiert – nicht nur auf Originalinstrumenten lässt sich Harnoncourts interpretatorischer Wille offenbar realisieren.

Der Durchbruch ist längst geschafft, der Rest Interpretationsgeschichte: Von einem halbherzigen Erstversuch mit Mozart und Schubert anno 1984 abgesehen, rufen – wie denn auch anders? – die Wiener Philharmoniker als Letzte, sind dann aber – wie denn auch anders? – treue Harnoncourtianer. Bei Mozart scheiden sich immer wieder die Geister, bei Bruckner staunen auch Kenner über die Ausdruckskraft und die formale Beherrschtheit von Harnoncourts Interpretationen. Beim „Neujahrskonzert“ feiert man den Propheten eines spezifisch „österreichischen“ Tons, den man dann im Violinkonzert Alban Bergs zum allerersten Mal artikuliert zu hören meint.

Außerdem: Bizet, Offenbach, Smetana, Gershwin, Strawinsky; und doch immer wieder Händel. Vor allem Bach.

Dass das Musizieren nun ein Ende gefunden hat, wird nicht gleichbedeutend damit sein, dass einem Nikolaus Harnoncourt je langweilig werden könnte: Man ahnt die Schlangen von Wissbegierigen voraus, die sich vor seinem Haus bilden werden, um seinen Rat einzuholen...


("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.12.2015)

関連記事
テーマ:クラシック - ジャンル:音楽

この記事に対するコメント

この記事に対するコメントの投稿












管理者にだけ表示を許可する


この記事に対するトラックバック